Meine erste Begegnung mit Richard S. findet in einem Berliner Restaurant statt. Vermittelt hatte sie sein Urologe, der sich selbst außerstande sah, mit seinem Patienten über ein selbstbestimmtes Sterben zu sprechen. Chauffiert von seiner nichts ahnenden Pflegerin, ist S. mit dem Auto aus Bielefeld angereist. Seine ersten Worte drücken Erleichterung über das Treffen aus: "Kaum einer Ihrer Kollegen lässt es zu, trotz meiner unheilbaren und zermürbenden Erkrankung auch nur die Möglichkeit ins Auge zu fassen, meinem Leben selbst ein Ende zu setzen."