"Ein Leben ohne Schach und Mathematik ist vermutlich möglich" – so könnte man Loriot paraphrasieren. Doch sicher nicht in der Familie Nitsche, in der mathematische Denkaufgaben und das Schachspiel von früh auf das Alltagsleben bereicherten. Allerdings bleibt so etwas oft genug – abgesehen vom intellektuellen Vergnügen – "brotlose Kunst". Nicht so bei den Nitsches. Ihre in Gemeinschaftsarbeit entwickelte Nachhilfe-App Math42 konnten Vater Thomas, Stiefmutter Oxana und die Brüder Maxim und Raphael für insgesamt 20 Millionen Euro verkaufen und obendrein frustrierte Schüler an der Schönheit der Mathematik teilhaben lassen. Und warum Math42? Nun, 42 ist die Zahl, die im Film Per Anhalter durch die Galaxis der Supercomputer als Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest ausspuckt. Etwas Anspruch muss schon sein.

Und was macht man mit dem Batzen Geld? Eine erklärte Option ist die Förderung von Jugendschach. Vielleicht beim Schachclub Vaterstetten-Grasbrunn, wo bei einer Partiedemonstration der elfjährige Nikolai (in Begleitung seines Vaters Thomas) meine Fragen schneller beantwortete, als ich sie stellen konnte. Jetzt aber zu Vater Thomas. In den Achtzigerjahren entwickelte er mit Elmar Henne den berühmten Schachcomputer "Mephisto", der 1984 bei der Mikrocomputer-WM in Glasgow Weltmeister wurde. Mit welcher Kombination setzte Mephisto als Schwarzer am Zug "Colossus 2.1" matt?

Lösung aus Nr. 15:

Wie setzte Weiß den schwarzen König in 4 Zügen matt?

Nach 1.Dg7+ Ke8 und nun dem Damenopfer 2.Dxe7+! Kxe7 3.Tg7+ Ke8 4.Sf6 ergab sich ein "Epaulettenmatt": Die Epauletten Turm d8 und Springer f8 nehmen ihrem König die lebensnotwendigen Fluchtfelder