Mitte März stellte der Spitzenkandidat der spanischen Partido Popular, Pablo Casado, die Eckpunkte eines Gesetzespakets vor, mit dem er im Falle eines Wahlsiegs am 28. April das Problem der demografischen Überalterung angehen will. Schwangere Migrantinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus sollen einen Aufschub ihrer Abschiebung erhalten, wenn sie ihre Kinder zur Adoption freigeben. Erst entbinden, dann ausreisen. Pablo Casado ist nicht irgendein Politiker, der Konservative hat gute Aussichten, der nächste spanische Regierungschef zu werden. Sein zynischer Vorschlag ist noch erstaunlicher, wenn man weiß, welch schreckliche Tradition sein Land mit verbrecherischen Adoptionen hat.