Nach dem Tod seines Vaters bestieg er, gerade neun Jahre alt, den Thron eines eher bescheidenen Fürstentums. Vormünder regierten für ihn, er wurde zu einem aufgeklärten König geschickt, der ihn sorgfältig ausbilden ließ, seine vorzeitige Volljährigkeit durchsetzte und ihm zum Abschied eine Sammlung von Ratschlägen für gute Herrschaft überreichte. Das Regierungsgeschäft überließ er erfahrenen und unbestechlichen Räten. So zählten die ersten zwanzig Jahre nach seiner Thronbesteigung zu den ruhigen und glücklichen in seinem Land.

Doch dann wendete sich das Blatt. Die Geltungssucht packte ihn. Sein Hof sollte einer der glänzendsten Europas werden, er vernarrte sich in pompöse Feste und aufwendige Opern, reiste sechs Mal mit Gefolge zum Karneval nach Venedig und ließ fünf Schlösser bauen, eines davon übergroß und verschwenderisch ausgestattet. Mätressen gaben sich bei ihm die Klinke in die Hand, 77 außereheliche Söhne erkannte er an. Mithilfe betrügerischer Berater plünderte er das Land aus. Nach seiner Scheidung ließ er, wahrscheinlich unter dem Einfluss seiner klugen Geliebten und späteren Gemahlin, an seinem 50. Geburtstag von den Kanzeln ein Sündenbekenntnis verlesen und versprach Besserung.

Nun kümmerte er sich rastlos um Gewerbe, Landwirtschaft und Handel, baute eine der modernsten Universitäten seiner Zeit auf und hörte sich auf Audienzen die Anliegen seiner Untertanen an. Aus Angst vor Feuern und Gewittern verordnete er eine staatliche Brandschutzversicherung und führte Blitzableiter ein. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 16:

Brigitte Macron, geb. 1953, ist die 24 Jahre ältere Gattin von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (41) und sorgt mit stilvollen Outfits für Furore. Sie war dreifache Mutter und Macrons Lehrerin, als er sich mit 15 in sie verliebte. 2006 verließ sie ihren ersten Mann, den Bankier André Louis Auzière, seit 2007 sind "Bibi" und "Manu" verheiratet