An einem Tag vor fünf Jahren ging Christian Sewing aufs Ganze. An diesem Tag stand er vor Paul Achleitner, dem Aufsichtsratschef. Noch gehörte Sewing nicht zum Vorstand der Deutschen Bank. Doch er war schon nahe dran. Denn seine Aufgabe war es, die Rechtsrisiken zu klären, die die Deutschbanker um den Schlaf und die Anteilseigner um Kapital brachten, und er berichtete in dieser Funktion direkt an den Aufsichtsrat. An diesem Tag nun schlug er etwas vor, das für die meisten Konzernmenschen undenkbar ist: Er wollte die E-Mails der Vorstandsvorsitzenden durchsuchen. Ganz offiziell. Das solle der Aufsichtsrat ihm abzeichnen, bitte schön.