Als die Klassenlehrerin im Großen Sitzungssaal des Landgerichts Heilbronn von Ole erzählen soll, passiert etwas, das niemand, der die Verhandlung miterlebt, vergessen wird. Die korpulente, ruhige, junge Frau erzählt gefasst und ausführlich von dem siebenjährigen Schüler der zweiten Klasse: "Er ist intelligent, verträumt, etwas langsam, er lässt andere ausreden, und er ist ordentlich – vielleicht nicht sehr praktisch veranlagt." Der Richter unterbricht sie und erinnert sie daran, dass sie im Präsens rede. Das sei ungewöhnlich, weil der Junge doch tot sei. Die Lehrerin antwortete: "Das ist so leichter für mich, ich kann ihn dann noch vor mir sehen."