Alles wirkt wie ein Routinetermin, als US-Botschafter Scot Marciel Anfang Mai 2018 einen Kaffeesetzling in die Erde Myanmars drückt. Das später im Internet veröffentlichte Foto zeigt den mit Lederschuhen und weißem Oberhemd bekleideten Diplomaten in der lehmigen Erde kniend, umringt von neugierig blickenden Farmern, die den Moment mit Smartphone-Kameras festhalten. 15 Likes, ein Kommentar: Die Reaktionen auf das von der US-Botschaft auf Facebook geteilte Foto sind verhalten. Dabei steht es für eine Eskalation in einem Streit zwischen den Vereinten Nationen und den USA: Es geht um Opium, Kaffee und das richtige entwicklungspolitische Rezept für Zehntausende Kleinbauern, die bislang vom Drogenanbau leben.