"Ich sende, also bin ich!" – mit diesem bequemen Selbstverständnis einer einst erfolgsverwöhnten TV-Branche ist es längst vorbei, auch für die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF. Deutschland ist ein stark umkämpfter Markt für unterschiedliche Inhalteanbieter geworden. Sender, Netzbetreiber und Technologie- oder Streaming-Plattformen haben ein enormes mediales Angebot geschaffen. Zuschauer kämpfen vor dem Bildschirm um Orientierung, mobile Nutzer mithilfe von Apps und zahllosen Plattform-Passwörtern im Kopf um die bestmögliche Auswahl. Sie erwarten im Gegenzug, dass Inhalte auf den unterschiedlichsten Geräten nutzungsgerecht abrufbar sind. So treiben Nutzer und Inhalteanbieter die Fragmentierung der Medienwelt, sich wechselseitig Impulse gebend, voran und ebnen den Weg in die permanente Verfügbarkeit von Informationen.
Öffentlich-rechtliches Fernsehen: Vielfalt auf einen Klick
Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender sollten ihre Inhalte in einem digitalen Netzwerk bündeln.