Dieser Entscheid des Bundesverfassungsgerichts war mutig, die Bedeutung des Urteils historisch, seine Reichweite bemerkenswert. Bis zum 10. Oktober 2017 gab es in Deutschland zwei Geschlechter, seither gibt es offiziell eine dritte Option. Denn die Richter in Karlsruhe beschlossen: Menschen, die sich dauerhaft weder als Mann noch als Frau definieren, haben das Recht, sich dies amtlich beglaubigen zu lassen. Rund 160.000 Menschen, schätzten die Hüter der Verfassung, könnten von ihrem Spruch betroffen sein.