Soll die EU künftig "Klimapässe" ausstellen, um den Opfern des Klimawandels die Einwanderung zu erleichtern? So fordern es die Grünen vor der Europawahl. Ihr Argument: Wir tragen eine Verantwortung für die Überschwemmung von Südseeinseln, da in Europa etwa zehn Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verursacht werden. Zugespitzt wird die Debatte häufig auf den Begriff "Klimaflüchtling". Greenpeace nutzt ihn, in den Medien wird er häufig verwendet. Es kursieren Schätzungen, wie viele (Hunderte) Millionen Menschen zur Jahrhundertmitte klimabedingt auf der Flucht sein könnten. Doch kann man überhaupt von "Klimaflüchtlingen" reden? Darüber streiten die Fachleute. Versuch einer Klärung.