Fahrradwagen "Dass Fahrräder im öffentlichen Nahverkehr nicht immer mitfahren dürfen, ist auch aus ökologischer Sicht ein Unding. Fahrradwagen in den U-Bahnen, in denen zu jeder Zeit das Fahrrad mitgenommen werden darf, würden Abhilfe schaffen und das Konzept 'Bike and Ride' noch weiter ausbauen."

Öffentlicher Leihladen "Ich wünsche mir, dass wir in Hamburg die Möglichkeit haben, viel mehr Gegenstände auszuleihen. Dadurch schonen wir Ressourcen und hauchen Dingen wieder Leben ein, die sonst im Keller verstauben. Das können Haushaltsgegenstände sein, wie Bohrmaschinen, Garten- oder Elektrogeräte. Andere Städte wie Berlin, Leipzig und Wien machen es vor. So können Menschen aus allen Schichten Zugang finden zu besonders teuren Gegenständen für den einmaligen Gebrauch – ohne sich verschulden zu müssen. Auch der Wohnraum kann dadurch entlastet werden, da man nicht mehr für alles Platz braucht."

Obdachlose "Deutschland ist sehr reich, aber trotzdem gibt es sehr viele Menschen ohne eine feste Wohnung. Viele sterben im Winter in der Kälte. Ich finde, Hamburg sollte das ganze Jahr über Tiny Houses für Obdachlose zur Verfügung stellen."

Badestelle "Ein Badeparadies mitten in der Stadt, am Schwanenwik – was heute wie ein Hirngespinst klingt, hat Tradition. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Schwimmanlage an der Alster. Zuletzt wurde 2007 über eine Badestelle diskutiert. In Zukunft könnte der Schwanenwik zum Aushängeschild einer lebenswerten, offenen Stadt werden. Hamburg Wasser und auch das Hamburger Amt für Umweltschutz bescheinigen der Alster Badewasserqualität."

Plastik "Warum sollen wir bis 2021 warten, um Einwegplastik zu verbieten? Warum nicht jetzt? Die Plastiktüte gehört verboten und sollte auch nicht für Geld angeboten werden. Die Wassereinwegflasche beim Discounter ebenso. Jeder Vermieter sollte verpflichtet sein, eine vollumfängliche Mülltrennung zu ermöglichen. Es sollte kein Kampf sein, eine Biotonne zu bekommen. Unverpackt einkaufen sollte in allen Bezirken möglich werden. Wir brauchen mehr Bildungsarbeit darüber, wie man plastikfrei leben kann. San Francisco hat es geschafft, wir schaffen es auch!"

Müllbehälter "Seit längerer Zeit sammele ich bei Kajakfahrten auf den Alsterkanälen schwimmenden Müll ein. Manchmal übersteigt die Menge an Flaschen usw. die Möglichkeit, dies an Deck unterzubringen. Es gibt leider keine Müllbehälter, die vom Wasser aus erreichbar sind."

Kompost "Wie wäre es, wenn wir öffentliche Kompostierer aufstellen? Sie müssten gut zugänglich sein, wie Glascontainer, und die Erde könnte für Urban Gardening verwendet werden, das derzeit in aller Munde zu sein scheint. Das Gassibeutelproblem wäre direkt auch gelöst."

Eis "Wer den ÖPNV nutzt, um in die Hamburger Innenstadt zu fahren, sollte im Tausch für seine genutzte Fahrkarte ein Eis bekommen."

Wildparker "Die Autos derjenigen, die kreativ parken, müssen konsequent abgeschleppt werden. Nicht nur an Kreuzungen, auch in letztem Grün, mitten auf dem Bürgersteig, in den Bürgersteig hineinragend, in fast allen Kurven – und das alles stets ohne Konsequenz oder zum Spottpreis."

Bußgeld "Die Stadt ist an vielen Ecken dreckig. Hohe, gern dreistellige Bußgelder sind nötig – für jeden, der zu faul ist, seine Kippen und anderen Abfall in den zahlreichen Mülleimern zu entsorgen. Ein Spaziergang über den Kiez ist manchmal ein Slalomlauf zwischen Hundehaufen. Durch hohe Bußgelder wird der ein oder andere vielleicht motiviert, seinen Kippen, Glasflaschen und Hundehaufen zu entsorgen. Alle anderen finanzieren wenigstens die Stadtreinigung mit."

Anwohnerparken "In Hamburg muss es in jedem Stadtteil Parkzonen für die dort gemeldeten Anwohner geben. Die können bei der Stadt einen Anwohnerparkschein beantragen. Dieser kostet 50 bis 250 Euro im Monat, und zwar, ganz wichtig: je nach Größe und Gewicht des Fahrzeuges. So wird zugleich etwas dagegen getan, dass immer mehr SUVs der Allgemeinheit den Parkraum nehmen."

Straßenschneise "Die verkehrstechnische Bedeutung der ehemaligen Ost-West-Straße sollte verringert werden, ohne sie zu untertunneln oder den Verkehr zu verlagern. Dann kann sie schmaler, leiser, grüner und langsamer werden und kann auch wieder gefahrlos überquert werden. Die jetzt zerschnittenen Teile der Neustadt, die historisch und alltagspraktisch zusammengehören, könnten wieder zusammenwachsen, eingebunden in stadtweite Entwicklungskonzepte für Wirtschaft, Wohnen, Umwelt und Verkehr."

U-Bahn "Die S-Bahn-Linien S3 und S31 nach Harburg sind oft überlastet und besonders störanfällig, Verspätungen und Ausfälle sind die Regel – kein Wunder, wenn sich der Hamburger Süden abgehängt fühlt. Die Anbindung an die Hamburger Innenstadt durch eine U-Bahn-Linie mit unabhängigem Verlauf und Gleis würde echte Entlastung bringen und helfen, dass wir die Autos im Süden stehen lassen können."

Hunde "Es wäre wunderbar, wenn alle Hundehalter sich benehmen und ein paar Regeln beachten würden, die eigentlich längst Konsens sind: Hundekot mitnehmen, Hunde nicht an Eingänge, Blumenkübel und liebevoll gestaltete Minigärten pinkeln lassen, Leinenpflicht beachten (besonders am Elbstrand) und: Hunde so erziehen, dass sie gehorchen – und als Halter vorausschauend damit umgehen, dass es Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben oder einfach nicht von wildfremden Tieren belästigt werden wollen."

Hebammen "Da in Hamburg die Hebammen-Versorgung für die Wochenbettbetreuung absolut nicht ausreicht, muss es von der Stadt geförderte Hebammen-Praxen geben, in denen die schwangeren Frauen Rat und Unterstützung erhalten können. Wer sonst holt all die kleinen Neubürger auf die Welt und hilft den Eltern, ihnen einen guten und sicheren Start ins Leben zu ermöglichen?"

Rundflüge "Gerade an den Tagen, an denen endlich etwas Ruhe einkehrt, gibt es eine neue Attraktion in Hamburg: Rundflüge mit extrem lauten, historischen Flugzeugen, genau über den Vierteln und grünen Bereichen, in denen andere sich erholen wollen. Wieso müssen so viele Menschen darunter leiden, dass ein paar Geschäftemacher hier Touristen ein schnelles Entertainment bieten?"

Toiletten "Nicht nur in Grünanlagen wie im Stadtpark fehlen überall öffentliche Toiletten. Jogger hocken sich in die Büsche, Obdachlose pinkeln an Hausecken in der Mönckebergstraße, Touristen an den Michel. Das ist für uns alle eine Schmach."

Bücherschränke "Toll wären, wie in Wien und anderen Städten, öffentliche Bücherschränke für den unkomplizierten Tausch von Literatur."