Wenn man in den neuen Räumen im sogenannten Bieberhaus aus dem Fenster blickt, sieht man die Kuppel der Kunsthalle leuchten. Man sieht das stolze Schauspielhaus, man sieht das Museum für Kunst und Gewerbe, man ahnt die Deichtorhallen, man spürt die Alster. Und natürlich hört man: die Züge, die den Hauptbahnhof unterqueren wie ein ewig rauschender Fluss. Rowohlt ist schon immer ein Verlag für alle Sinne gewesen – und nun ist er an einem Ort angekommen, an dem sie alle simultan aktiviert werden können. Rowohlt ist schon immer ein Verlag gewesen, der mit "tausend Augen" auf die Welt blickt, wie es Ernst Rowohlt einmal nannte. Und genau das tut er jetzt vom Bieberhaus aus, im dritten und im vierten Stock, mit 360-Grad-Blickwinkel und aus circa 360 Fenstern. So etwas schützt sehr nachhaltig vor Scheuklappen oder verengten Perspektiven auf die Wirklichkeit.