Man müsste mal wieder mehr von Jesus reden. Das ist das Mantra, das konservative Theologen heute am liebsten anstimmen, wann immer das Gespräch auf die stetig sinkende Zahl der Kirchenmitglieder in Deutschland kommt. Sie sagen auch gern dazu, dass "die linken Pfarrer" mit ihren Politthemen die Kirchen leer gepredigt hätten. – Vielleicht ist ja sogar was dran. Falsch kann jedenfalls nicht sein, von Jesus zu reden. Nur wie? Das sagen die Beschwerdeführer nicht. Sie tun, als sei das Wie schon immer unfehlbar klar gewesen. Ist es aber nicht. Das kann jeder bestätigen, der sich sonntags noch zum Gottesdienst aufrafft: Egal wo, es ist stets und ausführlich und mit höchst unterschiedlichem Publikumserfolg von Jesus die Rede.