Es ist eine Art Marktplatz – denn jeder Dezernatsleiter hätte gern die Erkenntnisse aus Überwachungen von Gefährdern. Observationen sind jedoch sehr aufwendig, teuer und personalintensiv. Oft müssen die Verfolger wechseln, um nicht aufzufliegen. Zum Beispiel bei Autofahrten müssen stets mehrere zivile Polizeiwagen im Einsatz sein. Es gibt gewerkschaftlich festgeschriebene Arbeitszeiten für Polizisten, an die sich Gangster eher nicht halten. Mehr als zwei bis drei politische Gefährder kann die Polizei in Berlin deshalb nie parallel beschatten.