Was zurzeit in Saal 337 des Hamburger Landgerichts verhandelt wird, klingt ein wenig nach Hollywood. Es geht um einen Überseecontainer mit Kokain, und um acht Angeklagte, die in einen filmreifen Raub verwickelt gewesen sein sollen. Am 8. November 2018 verkleideten sich die Männer laut Anklage als Polizisten. Sie folgten einem Lkw, der den Container geladen hatte, aus dem Hafen über die A 7 Richtung Süden, überholten ihn, hielten ein Blaulicht aus dem Fenster und winkten den Laster auf den Rastplatz Garlstorfer Wald. Dort zogen sie den Fahrer aus seiner Kabine und fuhren die Fracht zurück nach Hamburg, auf einen Parkplatz im Industriegebiet in Rothenburgsort. Was sie nicht ahnten: Die echte Polizei beschattete die Aktion. Kurz bevor die Männer 1100 Drogenpakete zu je einem Kilogramm im Lagerraum einer Spedition verstaut hatten, schlugen die Beamten zu.