In einem farbverblassten Altbau unweit des Stephansdoms residiert hinter einem schwarz angestrichenen hölzernen Tor der Rechtsanwalt Ramin M., 43. Die Fenster in der Kanzlei in der dritten Etage sind verschlossen, das Klingeln bleibt unbeantwortet. Wenn nicht alles täuscht, befindet sich in der Singerstraße die Kommandozentrale, in der das Ibiza-Video und damit eine Politaffäre geplant und choreografiert wurde, die im Mai erst den österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache sowie anschließend die Regierung stürzte und die alles zu bieten hat: Drogen, Lügen, Video. Und Politik, natürlich.