Dem Mann geht die Luft offenbar nie aus. 14 Prozent beträgt die Steigung der Straße hinauf zum Wendelstein, und während der Reporter aus dem flachen Hamburg schon auf Höhe der Tatzelwurm-Wasserfälle heftig keucht, fährt Willi Bruckbauer auf seinem Rennrad so entspannt, als ginge es bergab mit Rückenwind. Nun gut, der Mann ist große Amateur- und Sechs-Tage-Rennen gefahren. Aber jetzt ist er auch schon 52, Chef von 250 Leuten und eines Unternehmens, das in 60 Länder exportiert, dazu Ehemann und Vater von drei Töchtern. Wie findet er bloß die Zeit, die Radform zu halten? Immerhin, bis wir sieben Kilometer später den höchsten Punkt unserer Tour am Wendelstein erreichen, hat er ein paarmal geatmet.