Christine Lagarde kommt, und der Zins verschwindet. So zumindest sah es zunächst aus, als vergangene Woche bekannt wurde, dass die französische Finanzpolitikerin neue Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) werden soll: Die Verzinsung zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fiel nach der Nominierung auf ein neues Allzeittief – in der Erwartung, dass Lagarde die lockere Geldpolitik von Amtsinhaber Mario Draghi fortsetzt. Das sind schlechte Nachrichten für alle Sparer, weshalb CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun gefordert hat, "die Niedrigzinsphase ein Stück weit einzubremsen". Aber geht das denn? Und wer ist überhaupt schuld daran, dass die Zinsen so niedrig sind? Ein Wirtschaftskrimi mit drei Verdächtigen.