Von einem Politiker erwarten heute viele Menschen, dass er für etwas steht. Am besten für etwas, das verlässlich ist, das bestehen bleibt. Bei diesem Politiker ist das ganz einfach: Er ist der Politiker mit Tourette. Er hat eine Krankheit, mit der er sofort auffällt. Egal, wohin er kommt, er kann dagegen nichts machen. Er sagt nicht "Du Arschloch", "Geile Maus", "Heil Hitler". Er sagt nichts von dem, was man mit dem Tourette-Syndrom in Verbindung bringt, einer neuropsychiatrischen Krankheit, bei der einige Patienten den Drang haben, obszöne oder anstößige Wörter auszusprechen.