Hunger und Übergewicht

Die weltweite Getreideproduktion (rote Kurve oben in der rechten Grafik) wächst schneller als die Weltbevölkerung (grüne Kurve oben). Die Getreidesilos (rote Kurve unten) sind mit mehr als einem Drittel einer Jahresernte gut gefüllt. Das ist schon seit Jahrzehnten so. Trotzdem sind weltweit mehr als 800 Millionen Menschen unterernährt – und stehen jenen fast 700 Millionen gegenüber, die krankhaft fettleibig sind (grüne Kurven unten).

Getreide-Champions

Deutschland gehört zu einem der 14 Länder, die zusammen 80 Prozent der globalen Ernte an Reis, Weizen, Mais und anderem Getreide erzeugen (angegeben ist die Erntemenge 2017 in Millionen Tonnen)

Wo der Hunger wohnt

Die meisten Unterernährten leben in Asien, prozentual aber ist ihr Anteil in Afrika am höchsten.

Wir sind Verschwender

In Afrika gehen fast 20 Prozent der Ernte verloren, vor allem beim Lagern und beim Transport, in Europa landen sehr viele Lebensmittel im Müll. Weltweit beträgt der Ernteverlust etwa 30 Prozent.

Das meiste Land fürs Vieh

Weiden und Futtermittelerzeugung beanspruchen ein Drittel der Landfläche der Erde. Nur auf fünf Prozent wachsen Getreide, Obst und Gemüse für den direkten menschlichen Verzehr.

Globalisiertes Fleisch

Rinder, Schweine und Geflügel werden mit Soja gemästet, erzeugt in Amerika, verbraucht in China und Europa. Die Folge von zu viel Verzehr von Fleisch, Eiern und Milchprodukten ist Fettleibigkeit.

Infografik: Matthias Schütte
Recherche: Dirk Asendorpf
Quellen: FAO, WHO, Bauernverband, OVID, nova- institut, BMBF