Der geniale Amerikaner Bobby Fischer (1943–2008), der 1972 dem Sowjetrussen Boris Spasski den WM-Titel entriss, nahm ein schlimmes Ende. Als er als 17-Jähriger 1960 eine Woche in Bamberg weilte und mich bei mir zu Hause in Blitzpartien vermöbelte und nicht verstehen konnte, dass ich statt nur Schach zu spielen noch zur Schule ging, war er zwar schon in vielem exzentrisch, doch von seinen obsessiven Verschwörungsfantasien des Weltjudentums (er selbst war Jude) mit entsprechender Verherrlichung Hitlers und auch seinem Hass gegen die USA noch weit entfernt. Leider wurde er in seinen späten Jahren von einer bösartig-aggressiven Paranoia überschwemmt, trotz sicher einiger berechtigter Anhaltspunkte.

Doch Fischer hatte auch bahnbrechende Ideen, beispielsweise die Aufstellung der Figuren auf der Grundreihe jeweils vorher auszulosen, um jedwede theoretische Vorbereitung zu verhindern.

Dieses "Schach 960" (es gibt nämlich insgesamt 960 Möglichkeiten, einschließlich unserer bekannten Grundstellung) wird immer populärer.

Entsprechend gab es kürzlich in Bad Aibling das schon dritte, vom Urologen Ulrich Zenker ins Leben gerufene Schach960 Festival mit insgesamt elf Großmeistern, darunter auch Vlastimil Hort (ein erklärter "960-Liebhaber").

Es gewann schließlich die deutsche Nr. 2, Daniel Fridman, obwohl er gegen den Moskauer Großmeister Andrei Deviatkin verlor.

Wie gelang Deviatkin als Weißem der entscheidende Durchbruch?

Lösung aus Nr. 32:

Mit welcher Bauernumwandlung nebst anschließendem Opfer kann Weiß in drei Zügen mattsetzen?

Nach 1.c8S! (also Unterverwandlung in einen Springer) Ka3 2.Sb6! axb6 (Zugzwang!) 3.axb6 setzt der weiße Turm matt