Wenn man mit mächtigen Frauen aus der Wirtschaft über ihr Frausein reden möchte, erhält man eine von zwei Antworten: Die einen wollen dazu öffentlich nichts sagen. Sie befürchten, darauf reduziert zu werden, oder wollen nicht anecken. Andere wie die ehemalige Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne haben die Geschlechterfrage zu ihrem Thema gemacht. Sie fordern mehr Vielfalt und argumentieren, dass diese im Eigeninteresse der Unternehmen liege. Seit Menne nicht mehr im Tagesgeschäft ist, kann sie die Männerzirkel in den Vorstandsetagen noch offener als früher kritisieren. Zum Interview empfängt sie in ihrer Wohnung in Kiel. Bevor sie sich an den Küchentisch setzt, schenkt sie sich Kaffee mit Vanillearoma ein.