Natürlich ist es nicht eben originell, einen Text über einen der größten Fälscherskandale des deutschen Journalismus mit einer Binse zu beginnen. Aber diesmal muss es sein: Glaubt man noch dem, der einmal gelogen hat? Denn das ist die Frage, die sich nach der neuesten Wendung in dem Fall in doppelter Hinsicht stellt. Ausgerechnet gegen das Buch, das die unglaubliche Geschichte minutiös nacherzählt, wird nämlich nun wegen vermeintlicher Falschaussagen juristisch vorgegangen. Und der, der das tut, ist niemand anderes als der Fälscher selbst: Claas Relotius.