Moreno hat mit vielen der unmittelbar Beteiligten für sein Buch nicht gesprochen, von Relotius und seinem privaten Umfeld angefangen bis zu etlichen mit dem Fall befassten Spiegel-Mitarbeitern. Mehrere seiner Gesprächspartner sagen zudem, er habe ihnen auch nicht wie versprochen Zitate zur Autorisierung vorgelegt. Persönlich getroffen hat Moreno Relotius, dessen Psychogramm er ausführlich zeichnet, allenfalls zwei-, dreimal flüchtig, wie er selbst schreibt (Relotius bestreitet, ihn je persönlich getroffen zu haben). Zudem wurde das Buch in sehr kurzer Zeit produziert; deshalb konnte auch der in diesem Fall besonders dringend gebotene Faktencheck offenbar nicht gründlich genug durchgeführt werden.