Möglichkeiten für eine Auszeit

Freiwilliges Soziales Jahr

Das bekannteste Programm ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). FSJler betreuen zum Beispiel Kinder oder kümmern sich um alte Menschen. Es gibt auch Stellen, die man nicht gleich mit dem Begriff "sozial" in Verbindung bringt, etwa in Museen, Sportvereinen oder bei einer Landtagsfraktion. Der Dienst muss kein ganzes Jahr dauern, sechs Monate sind das Minimum. Man bewirbt sich direkt bei der Einsatzstelle oder beim Träger. Das FSJ startet meist im September. Man sollte sich drei bis sechs Monate vorher bewerben. In manchen Bereichen haben auch Kurzentschlossene noch Chancen. Ein FSJ ist ebenfalls im Ausland möglich, darum sollte man sich ein Jahr vorher kümmern.

Mehr Infos: bundes-freiwilligendienst.de, pro-fsj.de

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Freiwilliges Ökologisches Jahr

Das FÖJ funktioniert genauso wie das FSJ, nur dass sich die Freiwilligen in diesem Fall für die Umwelt stark machen. Mögliche Einsatzorte sind zum Beispiel Naturschutzzentren, Biobauernhöfe und Waldschulheime. Auch ein FÖJ ist im Ausland möglich.

Mehr Infos: foej.de

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Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD oder auch kurz "Bufdi" genannt) ähnelt dem FSJ beziehungsweise dem FÖJ. Einsatzstellen gibt es sowohl im sozialen als auch im ökologischen Bereich, allerdings nur innerhalb Deutschlands.

Mehr Infos: bundesfreiwilligendienst.de, bundes-freiwilligendienst.de, oeko-bundesfreiwilligendienst.de

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Weltwärts

Bei diesem Freiwilligendienst engagiert man sich im Ausland für Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur oder Menschenrechte. Der Aufenthalt dauert mindestens sechs, höchstens 24 Monate, meistens aber ein Jahr. Die Anreise wird bezahlt, die Einsatzstelle kümmert sich um Unterkunft und Verpflegung. Bewerben muss man sich etwa ein Jahr vorher bei den teilnehmenden Organisationen wie etwa Brot für die Welt.

Mehr Infos: weltwaerts.de

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Kulturweit

Bei dem Dienst der Deutschen Unesco-Kommission arbeitet man in einer Kultureinrichtung oder Bildungsstätte im Ausland, etwa in Theaterprojekten, an Schulen oder an einem Goethe-Institut. Der Aufenthalt dauert sechs oder zwölf Monate. Es gibt Taschengeld und Zuschüsse für Anreise, Wohnung, Verpflegung und Sprachkurs. Die Anmeldung läuft zentral und startet zu festen Terminen. Wer im September 2020 loswill, kann sich bis zum 2. Dezember bewerben.

Mehr Infos: kulturweit.de

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Europäisches Solidaritätskorps

Wer sich für diesen Dienst registriert, wird in gemeinnützige Projekte im eigenen Land oder im EU-Ausland vermittelt. Der Einsatz dauert zwei bis zwölf Monate. Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung und Kosten für die Krankenversicherung werden übernommen, außerdem gibt es ein Taschengeld. Die Freiwilligen helfen etwa, ein Dorf nach einer Naturkatastrophe aufzubauen, oder unterstützen Asylsuchende. Man kann auch ein eigenes Projekt verwirklichen.

Mehr Infos: solidaritaetskorps.de

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Au-pair

Au-pairs leben bei einer Gastfamilie im Ausland, betreuen die Kinder und übernehmen einige Aufgaben im Haushalt. Dafür erhalten sie Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld. Die Höhe variiert, in Großbritannien bekommt man etwa 280 Euro pro Monat, in den USA können es 700 Euro sein. Auch die Arbeitszeiten unterscheiden sich von Land zu Land. Oft besucht man nebenbei einen Sprachkurs. Au-pair-Agenturen verlangen für die Vermittlung eine Gebühr, die zwischen 1000 und 2200 Euro liegen kann, je nachdem, ob der Flug im Preis enthalten ist.

Mehr Infos: guetegemeinschaft-aupair.de, au-pair-society.org

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Wwoofing

"Wwoof" steht für "worldwide opportunities on organic farms". Man arbeitet auf einem ökologischen Hof in Deutschland oder im Ausland und lernt etwas über ökologische Landwirtschaft, Selbstversorgung und Gartenbau. Unterkunft und Verpflegung sind frei. Vor einem Einsatz im Ausland muss man klären, ob man ein Arbeitsvisum braucht oder ob ein Touristenvisum genügt.

Mehr Infos: wwoofinternational.org

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Work & Travel

Mit einem Working-Holiday-Visum reist man maximal ein Jahr durch ein Land und finanziert sich den Aufenthalt durch Gelegenheitsjobs, etwa als Erntehelferin oder Kellner. Um einreisen zu dürfen, muss man nachweisen, dass man die Heimreise bezahlen kann. Zahlreiche Anbieter übernehmen die Organisation, das kostet rund 1500 bis 2500 Euro. Man kann den Aufenthalt aber auch selbst planen. Achtung: Nicht alle Länder ermöglichen Work & Travel!

Mehr Infos: weltweiser.de, travelworks.de, stepin.de/work-and-travel

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Sprachreisen

Etwa 100 Agenturen in Deutschland bieten Sprachreisen an: Man wohnt bei einer Gastfamilie oder im Wohnheim, hat vormittags Unterricht und kann nachmittags Ausflüge machen. Der Aufenthalt dauert meist zwei bis drei Wochen. Angebote, die auf Tests wie den TOEFL oder IELTS vorbereiten, können deutlich länger dauern, je nach dem Niveau, auf dem man startet.

Mehr Infos: fdsv.de

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Summer-Schools

Eine Summer-School oder auch Summer-Session ist eine Art Schnupperstudium, bei dem aus zahlreichen Kursen gewählt wird. So kann man sich aufs Studieren vorbereiten und gleichzeitig Auslandserfahrung sammeln. Vor allem Unis in Großbritannien, den USA und Kanada bieten solche Summer-Schools an. Sie dauern meist mehrere Wochen, die Studiengebühren betragen etwa 2000 bis 5000 Euro. Hinzu kommen Anreise und Lebenshaltungskosten. Manchmal gibt es Teilstipendien. Bewerber brauchen das Abitur und Englischkenntnisse.

Mehr Infos: college-contact.com (Suche nach Studienprogramm "Summer Sessions")

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Workcamps

Internationale Workcamps gemeinnütziger Vereine, wie etwa der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, dauern meist zwei bis vier Wochen und kosten oft nur rund 100 Euro. Die Organisationen kümmern sich um Verpflegung und Unterkunft. Diese ist aber oft einfach – manchmal wird sogar im Zelt geschlafen. Die Anreise muss man selbst bezahlen. Im Mittelpunkt steht nicht nur das gemeinnützige Projekt, wie die Renovierung eines Spielplatzes, sondern vor allem das Miteinander der Teilnehmer. Da diese aus allen Teilen der Welt kommen, wird in den Camps Englisch gesprochen.

Mehr Infos: workcamps.org

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