Den "schönsten Ausdruck unbefangenen Naturempfindens", schreibt Karl Weule 1908 in seinem Buch Negerleben in Ostafrika, "gaben, am Schluß der Aufnahme [...], zwei weibliche Wesen wieder, die mir vordem nicht nur durch die Eleganz ihrer Gewandung, sondern mehr noch durch die ungeheure Kraft ihrer Stimmen aufgefallen waren." Die beiden "Schönen", wie Weule sie nennt, ein Geograf, Philologe und Mitarbeiter des Berliner Museums für Völkerkunde, seien an den Trichter des Phonographen herangetreten, den Weule auf einem Festplatz der ostafrikanischen Küstenstadt Lindi aufgebaut hatte. Zuerst habe die eine "vor dem Apparat einen tadellosen Hofknicks" gemacht und gesprochen: "Kwa heri, sauti yangu, Lebe wohl, meine Stimme!" Sodann habe die andere die Prozedur wiederholt.