Božidar Božanović’ Rückflug in sein altes Leben dauert eine Stunde und fünfzig Minuten. Sein bester Freund holt ihn vom Flughafen Sarajevo ab. Dann endlich wieder Fenster herunterkurbeln und laute Musik, Serpentinen rauf und runter durch bosnische Wälder fahren. Die Luft ist feucht und warm. Freunde und die Familie in Foča warten schon zu Hause um den Grill. Sie wollen hören, wie es wirklich ist im Land der Oktoberfeste, BMWs und makellosen Häuser. Deutschland. Viele haben keinen Job, können ihre Miete nicht zahlen. Das war so, als Božanović weggegangen ist. Und es ist noch so, als er zurückkommt. Was der 25-Jährige als Pflegefachkraft in Deutschland verdient, darüber wird nicht geredet.