Die Frau, deren Vornamen man sich unter Berliner Geisteswissenschaftlern zuraunt wie eine geheime Erfolgsformel, sitzt in einem gelben Ohrensessel, unter den Füßen die abgeschliffenen Altbaudielen, in der Hand die Tasse Kräutertee. Nicht im pittoresken Prenzlauer Berg, sondern im rauen Außenbezirk Berlin-Schöneweide – die günstigeren Mieten lockten Gesine Herrmann und ihren Mann hierher.