Der sanfte Riese, Spross eines alten und reichen Adelsgeschlechts, wurde in Pensionaten erzogen, studierte Literatur, dann Philosophie an einer fernen Universität. Dort wohnte er mit einem später berühmten Anarchisten zusammen und begeisterte sich für einen Dichterfürsten. Nach seiner Rückkehr trat er auf Wunsch seiner herrischen Mutter in den Staatsdienst ein, quittierte ihn allerdings nach wenigen Jahren.

Eine Verserzählung, hoch gelobt von einem anerkannten Kritiker, markierte seine Wende zum Schriftsteller. Seinen frühen literarischen Ruhm begründete eine Sammlung kurzer Prosastücke, die das Leben einsamer Gutsherren, vor allem aber das schwere Los leibeigener Bauern mitfühlend und eindringlich beleuchten. Die Zensur schritt ein, er wurde für anderthalb Jahre auf sein Gut verbannt.

In seinen mittleren Jahren verließ er endgültig seine Heimat, lebte und schrieb in zwei Ländern im Westen, innig verbunden in einer Ménage-à-trois mit einer berühmten Sängerin und ihrem Mann, befreundet mit der intellektuellen Elite seiner Zeit. Sein literarisches Glanzstück jener Jahre, eine melancholische Liebesgeschichte, spiegelt den moralischen Zerfall des Landadels. Wieder folgte er seiner Geliebten und verbrachte sieben Jahre in einem noblen Kurort. Der Krieg zwang die harmonische Gemeinschaft, in eine Metropole der Kunst umzuziehen. Nun kränkelte er häufig, schrieb einen sechsten Roman – ein Fehlschlag, wie er sich eingestand – und starb qualvoll an einem Krebsleiden. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 48:

Dieter Hecking, geb. 1964, ist seit 18 Jahren Profi-Fußballtrainer, aktuell beim HSV mit dem Ziel Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Davor trainierte er u. a. Borussia Mönchengladbach, den VfL Wolfsburg und Hannover 96. Früher war er als Spieler aktiv, mit der U-18-Nationalmannschaft bestritt er elf Spiele, schoss acht Tore. Kürzlich hielt er eine "Brandrede" gegen ein relativ neues Phänomen: die Entlassung von Trainern trotz guter Erfolge