Das Halbfinale zwischen Claudia Aumüller und Theo Kardel im Rahmen von "SeHers Scrabble-Woche" bot viel Lehrreiches – in mancherlei Beziehung. Der Borchener ging mit einem komfortablen Vorsprung von fast 160 Punkten ins Rückspiel, das – salopp formuliert – nicht das der Berlinerin war. In der vierten Runde zauberte sie den sensationellen Bingo MEIRANE (Plural von "Meiran", einer Nebenform von "Majoran") aufs Spielbrett, doch unglücklicherweise auf den Koordinaten 9G bis 9M. Ihr Gegenüber zweifelte die dabei entstandene Form BEGE an, woraufhin Aumüller das Wort zurücknehmen und aussetzen musste. Ein Flüchtigkeitsfehler par excellence – weiß die deutsche Vizemeisterin von 2014 doch nur zu gut, dass der türkische Titel BEG lediglich mit einem S verlängert werden kann.

In der hier abgebildeten Konstellation gelang ihr schließlich ein Bingo, der ihr 72 Augen brachte. An guten Tagen hätte Aumüller sicherlich einen der acht höher (und teilweise in den unteren 90ern) dotierten Züge gefunden.

Lösung aus Nr. 48:

Theo Kardel legte ASCHIGE auf J8–J14, dotiert mit 81 Punkten – womit er riskanterweise zwei Wort-Prämienfelder in Spalte 15 zugänglich machte. 75 Zähler brachte die Alternative ACHSIGE auf J6–J12

Es gelten nur Wörter, die im Duden, "Die deutsche Rechtschreibung", 27. Auflage, verzeichnet sind, sowie deren Beugungsformen. Die Regeln finden Sie im Internet unter www.scrabble-info.de