Er trägt keinen Schal und auch keinen Rollkragenpullover. Pstiwan A. hat sich entschieden, seine Narben nicht mehr zu verstecken: "Sie sind hässlich, aber sie gehören jetzt zu mir. Ich muss mit ihnen leben." Die Narben verlaufen quer über den Hals des filigranen jungen Mannes, sie sind rot, an manchen Stellen fingerbreit. Und sie zeugen von einem Hass, den man in der Schweiz längst überwunden glaubte: dem Hass auf homosexuelle Menschen. Sein eigener Vater wird verdächtigt, ihm die Verletzungen zugefügt zu haben.