Deutschland hat ein Jahrzehnt des Wachstums hinter sich, doch zu Beginn der 2020er-Jahre mehren sich die Krisenzeichen. Und dabei geht es nicht nur um eine Konjunkturschwäche: Es stellen sich grundsätzliche Fragen. Wie können Autohersteller oder Maschinenbauer, die weltweit für die deutsche Industrie stehen, weiter erfolgreich sein, trotz Digitalisierung und Klimawandel? Was haben deutsche Konzerne der Konkurrenz noch voraus? Aus dem Blick zurück entwickelt Horst Wildemann Antworten für die Zukunft. Der Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität München erforscht seit den Achtzigerjahren die Geheimnisse der industriellen Herstellung. Wildemann hatte zuvor mehrere Jahre als Ingenieur bei Ford in Köln gearbeitet. Später trieb er als Unternehmensberater etliche Innovationen in der Produktion und Logistik voran, die bald zum Standard in der Industrie wurden.