Zu den größten Herausforderungen werdender Eltern gehört die Namenswahl. Kündigt sich Nachwuchs an, folgt oft ein langwieriges Prüfen und Verwerfen möglicher Namen. Seit es die unselige Debatte darüber gegeben hat, ob mit Vorurteilen behaftete Namen die Chancen junger Menschen beeinflussen, wird man sich immer fragen, ob es Kevin im Leben schlechter haben wird als Maximilian oder Sophie besser als Mandy. Namen sind eben immer auch Botschaften.

Außer werdenden Eltern wissen das auch Produktentwickler. So wie die des Küchenutensilien-Herstellers Fackelmann zum Beispiel, die einem Gerät zum Formen von Makronen den beeindruckenden Namen Makronator gaben. Sprachlich erinnert das an große Filmkunst: an den Terminator T-101 aus der T-800er Serie, den Arnold Schwarzenegger so häufig wie glaubwürdig verkörperte. Seit dem ersten Film der Reihe denke ich bei "nator"-Endungen irgendwie immer, dass einer energisch was macht. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich als Objekt der jeweiligen Behandlung durch den Termi- oder Makronator fühlen. Der Terminator macht Sie platt, der Makronator macht Sie rund. Auf jeden Fall sind Sie hinterher in einem anderen Zustand als vorher. Es funktioniert also.

Nicht dass es nötig wäre. Leserin Kornelia K., die mich auf den Makronator aufmerksam machte, berichtete auch, dass ihre Großmutter Makronen immer mit zwei T-Löffeln – Verzeihung: Teelöffeln zu formen vermochte. Sie brauchte also nicht für jeden Zweck gleich ein neues Gerät, denn Dinge lassen sich überraschend oft auch für weitere Zwecke einsetzen. Im jüngsten Terminator-Kinofilm findet die einstige Killermaschine eine Anschlussverwendung als im Wald lebender Gardinenverkäufer. Ein Makronator eignet sich außer zum Makronenmachen unter anderem zum Portionieren von Eiskugeln. Sofern man allerdings noch alle Löffel im Schrank hat, kann man zu beidem auch diese verwenden.