Ich leide derzeit unter einem Syndrom, das man rage fatigue nennen könnte, Empörungserschöpfung, Wutmüdigkeit. Es ist, wenn man so will, die letzte Stufe im Aufregungsspektakel dieser Tage. Ein diffuser Entrüstungsekel in Kombination mit einem Gefühl von Sinnlosigkeit, der in die Frage mündet: Wie sollen Politik und Weltveränderung gelingen, wenn wir schon im Falle von Nichtigkeiten so miteinander reden und streiten?