Ein vermeintlich flüchtiges Ereignis, doch in Josef Haslinger löst das Gespräch mit den beiden Mönchen am Wiener Flughafen einen Schub aus: Nun, so beschließt er, wird er die Erzählung seines Lebens neu schreiben, umschreiben, weg von der Fiktionalisierung, hin zu einem unverstellten Sprechen. Haslinger hatte schon in Die plötzlichen Geschenke des Himmels, einer frühen Kurzprosa aus dem Jahr 1983, seine Missbrauchserfahrung als Internatsschüler im niederösterreichischen Stift Zwettl thematisiert. 2010 veröffentlichte er einen vielfach kritisierten Zeitungstext, in dem er die Pädophilen im Stift Zwettl als eine "Oase der Zärtlichkeit" in einem feindseligen und gewalttätigen Schulalltag bezeichnete.