Als sich Thorsten Windus-Dörr vorige Woche an die Arbeit macht, trägt er kein weißes oder blaues Hemd wie sonst, sondern ein grün kariertes Oberteil aus grober Baumwolle. Statt in seiner Kommunikationsagentur sitzt der 61-Jährige am Küchentisch auf einer Holzbank mit Schaffelldecke und vor einer Collage mit Fotos seiner Frau. Der Unternehmer arbeitet von zu Hause. Seine Firma erprobt zwei Tage lang den Corona-Ernstfall und hat die drei festen und fünf freien Mitarbeiter testweise ins Homeoffice geschickt. Windus-Dörr und sein Co-Geschäftsführer wollen wissen: Läuft die Agentur, die PR-Konzepte entwirft und zu Krisenkommunikation berät, im Notfall auch, wenn alle in ihren Wohnzimmern und Küchen arbeiten?