Die Erzählung beginnt mit Dora, sie endet mit Dora, sie handelt von Dora, selbst wenn auf den 368 Buchseiten zwischen Anfang und Ende auch deren Mann Walter eine Hauptrolle spielt. Der wirkt eher unsympathisch, einzelgängerisch, eine rätselhafte Ikone des kritischen Denkens. Dora und Walter Benjamin: Es geht um die Biografien zweier Intellektueller, die ab 1914 jahrzehntelang in einem weiten Netz aus Angehörigen und Freunden auf Engste verflochten bleiben – durch Liebe, Arbeit, Ehe und Elternschaft hindurch, über Seitensprünge, Abtreibungen, Zerrüttung, die Scheidung im Jahr 1930, das Exil hinweg und schließlich auch über den Tod hinaus.