DIE ZEIT: Sie sind einer der Ärzte, die von dieser Woche an in Berlin darüber entscheiden, welche Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Nach welchen Kriterien gehen Sie vor?

Michael de Ridder: Zunächst einmal muss es den Verdacht auf eine Infektion geben, die sich in den tiefen Atemwegen ausgebreitet hat, also etwa auf eine Lungenentzündung. Gibt es diesen Verdacht, muss der Patient zudem Kontakt mit einem nachweislich infizierten Corona-Patienten gehabt haben oder in einem entsprechenden Risikogebiet gewesen sein. Erst dann wird er auf das Virus getestet.