An einem Morgen Ende Februar stapft Silvan Ziegler in schwarzer Cargohose und Windbreakerjacke über seinen Acker bei Rothenhausen im Kanton Thurgau. Umgeknickte Pflanzenstiele, vertrocknet und vergilbt. "Mulchsaat", erklärt der Landwirt. Hier setzt, wenn der Boden erst mal trocken und krümelig ist, ein Agrarservice-Anbieter, den er beauftragt hat, alle 21 Zentimeter einen Samen in den Boden. Zuckerrüben. Dann heißt es warten. Wenige Wochen später schießen grüne Blätter aus, in der Erde beginnen die Rüben zu wachsen, lagern dabei Zucker ein und werden bis zur Ernte im Oktober etwa so groß wie eine Melone.