David Beasley, der Chef des UN-Welternährungsprogramms (WFP), hat eine kräftige Stimme. Aber ob seine Warnung zu seinen Zuhörern durchdringt, lässt sich schwer sagen. Es ist Dienstag, der 21. April, als er dem UN-Sicherheitsrat erklärt, welche Pandemie der Welt als Nächstes droht. "300.000 Menschen könnten jeden Tag sterben", sagt er – über Monate hinweg. Nicht an einem Virus, sondern an Hunger. Die Welt befindet sich im vierten Monat der Corona-Krise, New York City ist in Panik und im Homeoffice, weshalb Beasley die Mitglieder des Sicherheitsrats nur auf seinem Bildschirm sieht.