Es gab schon bessere Zeiten für den russischen Energieriesen Gazprom. In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sinkt weltweit die Nachfrage, so sind die russischen Erdgasexporte bis zum Sommer in der Menge um 18 Prozent, im Wert sogar um die Hälfte zurückgegangen, im dritten Quartal gab es einen Milliardenverlust. Hinzu kommt politischer Druck. So haben die USA und die EU bereits 2014 im Streit um das russische Vorgehen in der Ukraine die Gazprombank und andere Firmen auf ihre Sanktionslisten gesetzt. Dadurch kann das Institut nur beschränkt Finanzgeschäfte im Westen tätigen. Zuletzt drohten die USA zudem Unternehmen, die am Bau der umstrittenen Nord-Stream-2-Pipeline beteiligt sind, mit Sanktionen. Die Betreiber der Verlege-Schiffe beendeten daraufhin ihre Tätigkeit, der Bau der Pipeline gestaltet sich äußerst schwierig. Und es ist unklar, wen die Sanktionen als Nächstes treffen könnten.
Gazprom: Grüße nach Moskau
Plante die österreichische OMV, dem unter Druck geratenen russischen Energieriesen Gazprom zu Hilfe zu kommen?