DIE ZEIT: Herr Habeck, wir führen dieses Gespräch, zwei Stunden nachdem die Grünen Annalena Baerbock zu ihrer Kanzlerkandidatin gemacht haben. Sie verzichten. Wie geht es Ihnen?
Robert Habeck: Stabil.
ZEIT: Ist es schwer, diese Stabilität herzustellen?
Habeck: Es ist Arbeit, klar.
ZEIT: Sind Sie traurig?
Habeck: Nein. Aber der Tag war, sagen wir, ein bittersüßer.
ZEIT: Worin war er bitter und worin süß?
Habeck: Ich bin nach Berlin gegangen, um die Partei in die Position zu bringen, dass sie den Kampf um die Kanzlerschaft führen kann. Jetzt schaffen wir das, das ist der süße Anteil. Aber ich werde diesen Kampf nicht von der Spitze aus führen, wie ich es wollte. Das ist der bittere Teil.