Zum Muttertag sind wieder Lobpreisungen zu erwarten, doch tatsächlich werden Mütter systematisch benachteiligt. Dabei wäre eine Politik für sie letztlich gut für alle.
In einem hektischen Alltag voller Arbeit, Überweisungen, Sex, Hunger und Verpflichtungen fühlen sich viele Mütter überfordert und unsichtbar. Eine Studie des DIW zeigt, dass das Wohlbefinden von einem Drittel der Mütter nach der Geburt eines Kindes deutlich abnimmt. Mütter leisten in der Corona-Krise 8,5 Stunden täglich Fürsorgearbeit und sind von politischen Entscheidungen rund um Kinderbetreuung und Arbeitsmarkt besonders betroffen. Zeitpolitik beeinflusst, wer wie viel Zeit hat, und Mütter brauchen Zeit, Geld, flexible Arbeitszeiten und gute Betreuungsangebote. Eine Politik, die Mütter ins Zentrum stellt, wäre gut für alle Menschen und würde zu mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft führen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
In der Rushhour des Lebens, genau da bin ich gerade. Ich arbeite, ich mache Überweisungen, ich mache mir Gedanken. Ich habe Sex, ich habe Hunger, ich will alles verstehen. Ich höre zu, ich unterbreche, und ich lasse mich unterbrechen. Ich räume die Spülmaschine ein und die Waschmaschine aus. Ich sollte meine Eltern mal wieder anrufen. Ich date, ich küsse, ich gehe einkaufen. Ich bringe mein Kind ins Bett und schlafe vor ihm ein. Die Gleichzeitigkeit von allem, oder: mein Leben. Ich bin nicht allein. So, wie es mir geht, geht es vielen Müttern. Wir sind überall nur halb, nie ganz und ständig außer Atem.