Der Wahlkampf handelte bislang vor allem von den Charakteren, die antreten, das Land zu regieren. Wer zeigt Nerven, wer strauchelt, wer steht wieder auf. Doch für manchen interessierten Wähler ist das Ausmaß, in dem sich alles aufs Persönliche konzentriert, womöglich nicht mehr nachvollziehbar. Nicht jeder hält gespannt den Atem an, wenn Markus Söder und Armin Laschet sich messen, und nicht jeder fragt, ob Robert Habeck jetzt – als wäre die deutsche Politik endlich eine Netflix-Serie – seine Gelegenheit gekommen sieht, die Baerbock hinterrücks zu meucheln.