Wenn die Deutsche Umwelthilfe eine Initiative ankündigt, kann es passieren, dass in der Industrie Unruhe ausbricht. Vor einigen Jahren hatte die Organisation den folgenreichen Skandal um die Diesel-Abgasnormen bei deutschen Autobauern maßgeblich vorangetrieben. Nun kämpfen die Umweltschützer gegen den Einsatz eines Stoffs, von dem wohl die wenigsten je gehört haben werden: Schwefelhexafluorid, kurz SF₆ – das stärkste aller Treibhausgase. Laut Weltklimarat trägt ein Kilogramm SF₆ zur Erderwärmung so viel bei wie 25.200 Kilogramm CO₂. Es handelt sich also um eine hochgefährliche Verbindung, die zum Beispiel in der Halbleitertechnik eingesetzt wird, bei der Herstellung von Glasfaserkabeln und in der Elektroindustrie.
SF₆-Emissionen: Gift aus der Windkraftanlage
Die Deutsche Umwelthilfe will einen Verzicht auf ein gefährliches Isoliermittel erzwingen, das ausgerechnet beim Ausbau erneuerbarer Energien massenhaft eingesetzt wird.