Was wird wohl bleiben vom 7. Dezember, dem Tag, da eine hochrangig besetzte Architekturjury den Hamburgern erklärte, wie ihr Hauptbahnhof irgendwann vielleicht aussehen könnte? Wird es der computergenerierte Blick durch den strahlend weißen Bogen einer denkbaren zusätzlichen Bahnhofshalle sein? Oder die Formulierung der Stadtentwicklungssenatorin, der Entwurf zeige "Verständnis" sowie "Respekt" im Angesicht des historischen Bauwerks? Womöglich bleiben nur zwei Sätze. Der eine stammt von dem Aachener Architekturprofessor Kunibert Wachten, der den Gestaltungswettbewerb leitete. Die Erweiterung des Bahnhofs, sagte Wachten bei der Präsentation des Siegerentwurfs, sei "eine Jahrhundertaufgabe". Den anderen Satz sprach Oberbaudirektor Franz-Josef Höing: "Es ist eigentlich verrückt – so eine hochkomplexe Aufgabe lässt sich mit zwei Strichen am Ende des Tages lösen."