Christoph Schneider ist Vizepräsident für Forschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
DIE ZEIT: Herr Schneider, Ihre Universität hat gerade für Schlagzeilen gesorgt: Humboldt-Uni cancelt Vortrag! Wissenschaftsfreiheit in Gefahr!
Christoph Schneider: Die Welt ist komplex. Und manchmal können die sozialen Medien und die Öffentlichkeit da nicht folgen. Das ist verständlich. Aber ich versichere Ihnen: Wir haben der Wissenschaftsfreiheit sogar einen Dienst erwiesen.
ZEIT: Von vorn: Vergangene Woche fand in Berlin die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Eine Biologie-Doktorandin wollte einen Vortrag über Zweigeschlechtlichkeit halten. Aktivisten warfen ihr transfeindliche Thesen vor. Daraufhin hat Ihre Uni den Vortrag abgesagt. Warum?