Als sie sich aus der Erde schob, ein dünnes Pflänzchen, die Blätter noch eingerollt, gab es keine Autos, keine Eisenbahnen und keine Flugzeuge. In Russland regierte Zar Alexander I., und Napoleon war gerade in der Schlacht bei Waterloo besiegt worden. Man kann das Alter eines Baumes bestimmen, wenn man den Umfang seines Stammes misst. Die Eiche in einem Hinterhof der Dresdener Straße im Berliner Stadtbezirk Mitte, Flurstück 372, hat einen Umfang von 280 Zentimetern und ist damit rund 200 Jahre alt. Sie hat den Ersten Weltkrieg überlebt und im Zweiten die Bomben, die viele der Häuser um sie herum zertrümmerten. Sie war da, als die Mauer gebaut wurde, gleich um die Ecke, eine Gedenktafel erinnert heute daran, und als die Mauer fiel. Sie hat die Monarchie ausgehalten, den Faschismus und den Sozialismus. Aus Berlin wurde eine Millionenmetropole, und sie ist einfach immer weitergewachsen, dem Licht entgegen.