Die Blumen am Grab des deutschen Papstes sind schon etwas welk, und alles ist so friedlich in den Grotten unter dem Petersdom, dass der heftige Streit um seine Beisetzung unwirklich erscheint. Welche Abschiedsriten gebühren einem toten papa emerito? Warum trug er bei seiner Aufbahrung keine roten Pontifikalschuhe, und war es Franziskus, der sie verbot? Wieso enthielt dessen Trauerrede nur einen einzigen persönlichen Satz über den Vorgänger?
Über solche Fragen ereiferten sie sich im Vatikan tagelang. Und als dann noch die Grabplatte kaputtging, beim Einpassen mehrere Marmorstücke abbrachen, sodass die letzte Ruhestätte erst mit zwei Tagen Verspätung zu besuchen war, da geißelten die Zeitungen nicht nur den Erzpriester von Sankt Peter als Versager, sondern bezweifelten, ob der Verstorbene jemals Ruhe fände.