SPD und Grüne! Um einen Machtwechsel in Berlin zu verhindern, beleidigen sie die CDU
Von Martin Machowecz
Demokratie, jedenfalls in Deutschland, bedeutet selbstverständlich nicht, dass immer derjenige regieren muss, der bei der Wahl die meisten Stimmen geholt hat. Helmut Schmidt, nach Meinung nicht so weniger Deutscher dann ja doch einer der relevanteren Kanzler, hat seine beiden Bundestagswahlen jedenfalls verloren, 1976 gegen Helmut Kohl und 1980 gegen Franz Josef Strauß. Er regierte trotzdem, weil die FDP lieber mit der SPD koalierte als mit der Union. Manchmal, ganz selten, kann es sogar die Rettung der demokratischen Kultur bedeuten, wenn der Gewinner nicht an die Macht kommt. Nur mal angenommen, in Ostdeutschland würde demnächst die AfD Landtagswahlen gewinnen: Wer würde dann noch sagen, es wäre unanständig, eine Regierung der Verlierer zu bilden?